Der ZeitRaum

soll jenen Ort sichtbar machen, den wir viel zu oft übersehen: Den Zwischenraum als Rückzugsraum.

Als spielerisches Schaukelstuhl-Objekt in Gestalt gebracht, möchte das Projekt zur aktiven, ungestörten Balancefindung beitragen und Raum für Ausgleich, sich selbst und das bewusste „Nichts-Tun“ schaffen.

Wie?

Das Schaukelstuhl-Objekt besteht aus zwei sich überschneidenden Kreissegmenten, die bewusst großzügig gestaltet sind. Sie sind so konstruiert, dass sich das innere Segment nach oben verschiebt und das Objekt zu einer geschlossenen „Kapsel“ formt, sobald man sich zurücklehnt. Ein blauer Streifen wird simultan dazu auf der Außenseite sichtbar und signalisiert, dass sich hier gerade jemand eine Auszeit nimmt.

Aber Achtung: Der Balance-Akt gelingt nur dann, wenn man seinen ganz eigenen Körperschwerpunkt – seine „Mitte“ – findet und darin verweilt.

Warum?

Das Design basiert auf der Grundform des Kreises, der sowohl als Symbol für das vollkommene Ganze, als auch als Zeichen der absoluten Leere dargestellt wird. Die Überschneidung der Kreissegmente ist demnach die Schnittstelle für die Polarität zwischen Vollkommenheit und Leere: Letzten Endes der Ort des Schaukelstuhls, in dem Ausgeglichenheit erfahren wird.

MA, schon gewusst?

In Japan gibt es ein eigenes Wort, das Ausgeglichenheit als
„die Leere zwischen zwei Dingen“ beschreibt:
(MA) geht davon aus, dass dieses Nichts – ein Zwischenraum – voll von Möglichkeiten und essentiell ist, damit das Ganze an Form gewinnt.

Design und Umsetzung: Teresa Egger